Richtig aufhellen

Wenn Sie auch zu denjenigen gehören, die ihre Bilder bei der Aufnahme leicht unterbelichten, könnte folgender Tipp hilfreich sein. Es geht um das richtige Aufhellen der Bilder.

Wenn Sie nämlich unterbelichten, dann nur deshalb, um nach der Aufnahme Zeichnung in den Lichtern zu haben. Dabei saufen die dunklen Bildbereiche aber regelmäßig ab bzw. werden sehr dunkel.

Das ist aber kein Problem, denn die Funktion Gamma im Menü Bild » Helligkeit ist genau richtig dafür. Denn diese Funktion orientiert sich an der Tatsache, dass das menschliche Auge für Helligkeitsänderungen in dunklen Bildbereichen wesentlich empfindlicher ist, als dies bei hellen Bildbereichen der Fall ist. Also hellt Gamma auch die Tiefen stärker auf, als die Lichter. Und genau das brauchen Sie für ihre unterbelichteten Bilder!

Das folgende Beispiel zeigt den Gamma-Dialog. Links das Ergebnis und rechts das Original.

FixFoto-Gamma

Sie sehen also ganz deutlich, was es ausmacht, das Bild mit Gamma aufzuhellen. Natürlich könnte das Bild auch mittels Auf-/Abblenden aufgehellt werden, aber diese Methode eignet sich eher fürs Finetuning. Also erstmal mit Gamma die gewünschte Grundhelligkeit einstellen und dann mit Auf-/Abblenden den Rest erledigen.

Und zum Schluß hier nochmal das Ausgangsbild links und das mit FixFoto nach max. 2min bearbeitete (nach dem Aufhellen wurde lediglich noch ein automatischer Weißabgleich gemacht):

ff gamma

Viel Spaß beim Ausprobieren!

[tags]tipps, gamma, heller[/tags]

4 Gedanken zu „Richtig aufhellen

  1. Hallo Micha,

    hast Du auch einen Tipp um überbelichtete Fotos zu korrigieren?
    Empfiehlt sich auch hier Gamma oder besser Auf/Abblenden?

    Bernhard

    • Überbelichtete Bilder wirst du in der Regel kaum korrigieren können, weil in den Überbelichtungen Informationen fehlen. Das heisst, dass überbelichtete Bildbereiche einfach weiß sind. Im Gegensatz dazu gibt es in den Tiefen (dunkle Bildbereiche) meist noch brauchbare Bildinformation aus denen man noch etwas herausholen kann, wie du oben ja schon siehst. Das liegt alles daran, wie wir Menschen Helligkeiten unterscheiden können. In den dunklen Bildbereichen können wir wesentlich mehr unterschiedliche Heligkeitsstufen unterscheiden, als in den hellen Bereichen. Beispielsweise können wir nachts durchaus noch unsere Umgebung erkennen, während wir bei strahlendem Sonnenschein kaum noch was sehen.

      Du kannst prüfen, ob deine Bildbereich weiß sind, indem du den Mauszeiger über die entsprechende Stelle hältst und und in der Statuszeile den Farbwert abliest. Wenn alles weiß ist, also W:255 und K:0 oder Werte um die 250-255 angezeigt werden, ist nichts mehr zu machen. Es sei denn, du hast dein Bild als RAW gespeichert, dann könntest du im RAW-Dialog die „Spitzlicht-Restaurierung“ einschalten und probieren, welcher Eintrag bei den Bildern aus deiner Kamera am Besten funktioniert.

  2. Bei Gamma ist der Bereich größer, den man auf einmal erreichen kann. Ansonsten arbeiten beide Versionen nahezu (praktisch) gleich. Ich meine auch, mal gehört zu haben, daß die Funktion, die dahinter liegt, die gleiche ist.

    Beim Beurteilen, ob noch Abdunkelung möglich ist, also kein reines Weiß im Bild ist, hilft mir immer die eingeschaltete BÜA.

    Und noch ein Tipp für die Praxis, wenn nicht RAW fotografiert wird: Immer ein klein wenig unterbelichten.

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