Zeitrafferfilme erstellen

Gestern sind mir beim Durchstöbern meiner Festplatte ein paar Zeitrafferfilme aufgefallen, die ich vor einiger Zeit mal gemacht habe. So wie diesen hier:

Und obwohl FixFoto ja in erster Linie ein Programm fürs Bild ist, kannst du damit auch Filme erstellen. Und ich beschreibe heute mal, wie das geht.

Fotos aufnehmen

Um einen Zeitrafferfilm zu erstellen, brauchst du natürlich erstmal eine Menge Fotos, die mit einem zeitlichen Abstand aufgenommen wurden. Für einige Kameras, die keine Intervallaufnahmen unterstützen (und das scheinen die meisten zu sein) gibt es Fernbedienungen, die man so programmieren kann, dass alle paar Sekunden (oder Minuten) ein Bild gemacht wird.

Meine Bilder habe ich mit meiner alten Sony DSC-F828 und einer passenden Fernbedienung gemacht. Dabei wurde alle 5s ein Bild und meist über einen Zeitraum von 5-8h gemacht. Die Kamera hatte ich in dieser Zeit am Stromnetz hängen, denn solange hält kein einzelner Akku.

Fotos auf Videogröße bringen

Nachdem du alle Bilder auf deinem Rechner hast, musst du sie zunächst per Stapelverarbeitung auf eine entsprechende Videogröße bringen. Folgende Auflösungen sind gängig:

  • 1920×1080 (FullHD)
  • 1280×720 (HD)
  • 640×480 (kommt aus vielen Digitalkameras)

Zum Beschneiden kannst du dir das Belichterformat mit den gängigsten Auflösungen für PC und TV herunterladen und benutzen.

Mit der Bilderliste zum Film

Wenn du die Bilder in der passenden Größe vorliegen hast, erzeugst du eine neue virtuelle Bilderliste. Dann wählst du alle Bilder aus und wählst aus dem Kontextmenü Funktionen → Video erzeugen. Nach Eingabe des Names wird abgefragt, wieviele Bilder pro Sekunde und wieviele Zwischenbildern der Film erhalten soll:

Bilder pro Sekunde
Ein normaler Film lauft mit 24 (TV) und 30 Bildern pro Sekunde. Je mehr Bilder, desto flüssiger sind die Bewegungen, also auch die Zeitraffung.

Zwischenbilder
FixFoto kann eine entsprechende Anzahl von Bildern errechnen, die sich zwischen zwei vorhandene Bilder quetschen können. Mit Zwischenbilder können Übergänge weicher, aber auch unwirklicher wirken. Ich nehme normalerweise keine Zwischenbilder, weil das die Videoerstellung ziemlich herauszögert.

Nachdem die passenden Werte eingestellt wurden, muss der Videocodec ausgewählt werden. Das ist die Methode, mit der der Film komprimiert wird. Ich bin momentan nicht so auf der Höhe, welche Codecs es gibt, aber in der Regel sollte erstmal einer der vorhanden funktionieren. Wer sich mit Codecs auskennt, kann ja in den Kommentaren etwas drüber schreiben.

Und dann heißt es warten, bis der Film fertig ist.

Für den Anfang empfehle ich, mit nur ein paar Bildern (100 – 200) die optimalen Einstellungen herauszufinden. Dann dauert das Berechnen des Films nicht so lange und es bleibt mehr Zeit für Experimente.

Viel Spaß beim Ausprobieren und wer mag, kann seine Ergebnisse ja mal zeigen.

Individuelle Bildautomatiken im RAW-Stapel

Letztens habe ich auf dem Panodapterblog eine Möglichkeit vorgestellt, wie man mehrere RAW-Dateien ganz schnell nach JPG umwandeln kann. Allerdings ist es für den unbedarften Anwender nicht so einfach, eigene Werte für die Bildautomatiken vorzugeben, weswegen ich dort auch nicht weiter darüber geschrieben habe. Ich denke, hier ist der passendere Ort für eine weiterführende Erklärung.

Ich zeige mal, in welcher Datei was zu ändern ist, du damit deine eigenen Werte für die Bildautomatiken „Perfectly Clear“, „XE847“ und „i²e“ benutzen kannst.

Die Skriptdatei, an die du ran musst, heisst rawworkflow.vbs und liegt im Verzeichnis ScriptDFScriptRaw unterhalb des Datenpfades. Du öffnest diese Datei mit einem Texteditor, der idealerweise die Zeilennummern anzeigen kann. Das geht beispielsweise mit Notepad++ oder PSPad.

Es geht jetzt darum, die entsprechenden Aufrufe der Bildautomatiken zu finden und so zu ändern, dass sie deinen Werten entsprechen.

16-Bit Optimierungen

Hier legst du die Bildautomatiken fest, die nur im 16 Bit-Modus (oder 48 Bit, wie er in FixFoto mittlerweile genannt wird) arbeiten sollen.

XE847

Der Funktionsaufruf für Xe847 befindet sich in Zeile 398:

if doUseXe84716 then FF_Xe847Enhanced16 100, 100, 100, 100, 100, 0, 0, 0

Ändere die Ziffern hinter „FF_Xe847Enhanced16„. Ich habe den Skriptbefehl mit der Hilfe verlinkt, aus der du die Zahlenwerte entnehmen kannst.

Perfectly Clear

Der Funktionsaufruf für Perfectly Clear befindet sich in Zeile 401:

if doUsePC16 then FF_PerfectlyClear16 true, true, 2, true, 95, true, 100, true, 100, true

Ändere die Ziffern hinter „FF_PerfectlyClear16„.

8-Bit-Optimierungen

Hier legst du die Bildautomatiken fest, die im 8 Bit-Modus (auch 24 Bit genannt) arbeiten.

I2E

Der Funktionsaufruf für I2E befindet sich in Zeile 470:

if doUseI2E then FF_I2E 0, true, 1, 1, true, 1, true, 1, true, 0.5, 0, 0

Ändere die Ziffern hinter „FF_I2E„.

Falls du die neue i²e-Version 6 verwenden möchtest, die seit FixFoto 2.91 eingebaut ist, kannst du den kompletten „FF_I2E“-Funktionsausfruf auch durch den „FF_I2EV6“ ersetzen.

Perfectly Clear

Der Funktionsaufruf für Perfectly Clear befindet sich in Zeile 473:

if doUsePC then FF_PerfectlyClear true, true, 2, true, 95, true, 100, true, 100, true

Ändere die Ziffern hinter „FF_PerfectlyClear„.

XE847

Der Funktionsaufruf für Xe847 befindet sich in Zeile 476:

if doUseXe847 then FF_Xe847Enhanced 100, 100, 100, 100, 100, 0, 0, 0

Ändere die Ziffern hinter „FF_Xe847Enhanced„.

Solange es noch keine Möglichkeit gibt, auf die Voreinstellungen der einzelnen Bildautomatiken zurückzugreifen, ist dies leider der einzige Weg, eigene Werte für die Bildautomatiken zu nutzen.

Tonen mit FixFoto

Hier kommt ein Paket, mit dem man mit FixFoto-Bordmitteln aus Farbbildern schöne Schwarz-Weiß-Bilder in Chamoise oder Elfenbein herstellen kann. Außerdem sind zwei Tonungseffekte für Sepia- und Selentonung integriert.

Im Paket enthalten sind bereits die Stapeldateien (*.fbi), mit denen aus Farbbildern schwarz-weiße, getonte Ergebnisse erzielt werden können.

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Den GPS-Daten Orte zuordnen? – Ganz einfach!

Wie ich mit meiner Lieblingsbildbearbeitung FixFoto GPS-Daten verarbeite, habe ich ja schon hier und auch hier beschrieben. Was kann ich aber aus den vorliegenden Koordinaten machen? Eine Frage, für die das neue Skript „GeoLoc2IptcOrExif“ einen interessante Lösungsansatz bietet.

2007-09-29 004320

Dieses Skript, das in FixFoto eingebunden läuft, kann aus Ortsdatenbanken anhand der GPS-Koordinaten den nächstliegenden Ort heraussuchen.

Nicht nur das, sondern es trägt diesen gefundenen Ort auch gleich noch automatisch in ein passendes EXIF-Feld und/oder in das IPTC-Feld „City“ der JPG-Bilddatei ein. Außerdem wird er auf Wunsch auch gleich noch in die IPTC-Keyword-Liste geschrieben.

Das Ganze kann automatisch passieren, wobei ganze Verzeichnisse mit allen Unterverzeichnissen (abschaltbar), ganze Computerverzeichnisse oder selektierte Dateien daraus, oder aber auch Bilderlisten oder markierte Dateien daraus bearbeitet werden können.

Wer möchte, kann sich für jedes Bild eine vordefinierte Anzahl aller Orte in der Umgebung der GPS-Koordinaten für jedes Bild in einer Liste anzeigen lassen. Der gewünschte Ort wird dann einfach per Doppelklick ausgewählt und verarbeitet.

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